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De IJzeren Kaap' bei Oosterend

'De IJzeren Kaap', auch 'Kaap Oosterend' genannt, wurde 1854 durch den Architekten Quirinus Harder entworfen, der später auch den Texeler Leuchtturm entworfen hat. Harder arbeitete als Baufachmann beim Lotsenwesen und bekam den Auftrag, eine gusseiserne 'zeekaap' zu entwerfen, die als lichtlose Bake tagsüber für den Schiffsverkehr sichtbar war.

Mit dem Kirchturm der 'Nederlandse Hervormde Kerk' in Oosterend bildete 'de IJzeren Kaap' eine Bakenlinie zum Schutz der Schiffe, im vornehmlich östlichen Teil des 'Texelstroom'. Kurze Zeit war in der Nähe des 'kaap' in 1843 ein kleiner Hafen angesiedelt in dem die Austernfischer aus Oosterend anlegten.

Durch den launischen Verlauf des Fahrwassers und eine Zunahme des nächtlichen Schiffsverkehrs auf dem 'Texelstroom' wurde sich in 1977 für ein Leuchtfeuer und die Verschiebung der Bakenlinie in nördliche Richtung, entschieden. Um Verwirrung bei den Schiffern vorzubeugen, wurde 'de IJzeren Kaap' versetzt.

Während der Wattendeich an der Ostseite der Insel verstärkt und erhöht wurde, wurde auch die Konstruktion des 'kaap' an den Deich angepasst und es wurden verschiedene Reparaturen ausgeführt. Die ganze unterste Etage ist in den Boden eingelassen, so dass nur noch drei der vier Etagen, die der 'kaap' hat, überirdisch und somit sichtbar sind. Die Etagen sind durch sechs sternförmige Träger, die an der Außenseite an Pfosten befestigt sind und in der Mitte bei einem sechseckigen Verbindungsstück zusammenkommen, verbunden. Die Konstruktion ist verstärkt mit zwei diagonalen Drähten pro Fläche und Spannschrauben in den sechs Seitenflächen.

'De IJzeren Kaap' steht auf der Nationalen Denkmalliste und wurde in 2010 im Auftrag der Gemeinde Texel restauriert. Sowohl aus architektonischer als auch aus seegeschichtlicher Sicht wird das 'kaap' hoch bewertet. Es stellt ein seltenes Beispiel einer lichtlosen Bake auf einer gusseisernen Konstruktion dar, dass darüber hinaus auch noch in einem guten Zustand ist. Noch immer ist die Bake auf dem Deich in der Nähe von Oosterend ein auffälliger Wiedererkennungspunkt, sowohl vom Wasser als auch vom Land.